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| Zur Geschichte des Weihnachtsbaumes |
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Die Grundlagen für Weihnachten wurden im Jahre 325 geschaffen. Damals bestätigte das Konzil von Nicäa Jesus Christus als Gottheit, gleichberechtigt neben Gott Vater. Zunächst setzte sich bei den Christen der 6.Januar (Epiphanias) als Festtag durch, wurde aber später zum Fest der Heiligen Drei Könige abgeändert. In der Ostkirche wird heute noch am 6. Januar Weihnachten gefeiert. Die zehnte Morgenstunde ist dabei der Taufe Jesu Christi gewidmet. 354 bestimmte dann Papst Gregor für die Westkirche den 25. Dezember zum Tag Jesu Geburt. Die Kirchenpolitik versuchte damit vorchristliche Riten mit ihren eigenen Festen zu verschmelzen. Von jeher wurde in vielen Kulturen die Wintersonnenwende und damit das Herannahen des nächsten Frühlings zelebriert. Ein heidnisches Fest, das eng mit dem neuen Brauch Weihnachten verknüpft wurde, waren die römischen Saturnalien. Dieses Fest zu Ehren des Gottes der Ernte, Saturn, begann jeweils am 19. Dezember und dauerte sieben Tage lang. In Nordeuropa gab es das Yule - Fest, bei dem riesige, mit Zweigen und Bändern geschmückte Baumstämme zu Ehren der Götter und der Sonne verbrannt wurden. Im Mittelalter kamen die Krippe von Jesu Geburt und Weihnachtslieder zu den bisherigen Festbräuchen hinzu. 1419 schmückte die Bruderschaft der Bäckerknechte im Heilig Geist Spital zu Freiburg im Breisgau einen Weihnachtsbaum mit Lebkuchen, Äpfeln, Goldstreifen, gefärbten Nüssen und Papier. Von dieser Zeit an gibt es immer wieder Berichte über das Aufstellen von geschmückten Bäumen zu Weihnachten. 1509 zeigt ein Kupferstich den ersten mit Lichtern geschmückten Tannenbaum von Lucas Cranach dem Älteren. Ab 1815 erfolgt mit der Biedermeierzeit der Durchbruch des Weihnachtsbaums als Volksbrauch. Gleichzeitig wird der Weihnachtsmann als Nachfolger des Nikolaus zum Gabenbringer im Norden des deutschen Sprachraumes. Das Christkind als Engel beschert die Kinder im Süden und Osten. Zunächst sind es nur Süssigkeiten. Später ist es Brauch, auch Erwachsene mit Schmuck oder kleinen Geschenken zu überraschen. 1870 wird der Christbaumschmuck bereits industriell hergestellt und es gibt die ersten Versuche künstliche Weihnachtsbäume aus Draht herzustellen. 1882 erregt in den USA der erste mit elektrischem Licht beleuchtete Weihnachtsbaum der Welt grosses Aufsehen. 1891 wird ein Weihnachtsbaum am Amtssitz des Präsidenten der USA, im Weissen Haus, aufgestellt. Ab 1900 tritt der Weihnachtsbaum endgültig seinen Siegeszug durch die Welt an. In vielen Häusern, aber auch in öffentlichen Gebäuden, werden Weihnachtsbäume aufgestellt. Die katholische Kirche, welche den Weihnachtsbaum lange als heidnisches Symbol abgelehnt hatte, gibt ihren Widerstand auf und installiert ihn auch in Kirchen, immer zusammen mit einer Krippe. |
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